Schweizer stärken Klimaschutz …und “Heimatschutz”

By André Stephan

Bei den heutigen Nationalratswahlen in der Schweiz konnten die Grünen etwa 2 Prozent zulegen. Ein voller Erfolg der Partei, die ihre Kampagne vor allem mit Klimaschutz und gegen Ausländerfeindlichkeit bestritten hatte. Sie erklärte den 21. Oktober zum Tag der “Klimawahl” - für ein besseres Weltklima und innenpolitisch gegen eine Aufheizung mit den rassistischen Parolen der SVP.

Unser Vischer heißt Daniel - Kandidat aus dem Kanton Zürich; Foto: André Stephan
Unser FischerVischer heißt Daniel - der Grünen-Kandidat für den Ständerat
aus dem Kanton Zürich auf einem Wahlplakat; Foto: André Stephan

Die Partei des Justizministers und Baulöwen Christoph Blocher legte allerdings ebenfalls um etwa 2 Prozent zu. Sie hatte auf Wahlplakaten Stimmung gegen Ausländer gemacht - Stichwort “Schwarze Schafe”. Für Deutsche sicher interessant, dass in der Schweiz auch Deutsche immer massiver dafür kritisiert werden, den Schweizern die Arbeit wegzunehmen. Es sei doch schlimm, dass “ein Schwab” (oder “ein Jugo”) in der Alpenrepubik tätig sei, während eine redliche Schweizerin oder ein redlicher Schweizer Mühe habe, an Jobs zu kommen.

: SVP und Grüne sind Wahlsieger
: tagesschau.sf.ch am 21. Oktober 2007

: Grüne Partei der Schweiz

3 Responses to “Schweizer stärken Klimaschutz …und “Heimatschutz””

  1. Inyah

    Spannend finde ich ja, dass es in der Schweiz - oder zumindest in Zürich - wohl zwei “grüne” Parteien gibt. Die Original-Grünen mit explizit sozialem, linken Profil und eine “liberal-grüne” Abspaltung. In Zürich haben beide Parteien enorm zugelegt - die einen um knapp 1,% und die anderen aus dem Stand 7,5%… Nur welches jetzt die richtigen Grünen sind ist mir immer noch nicht klar, dir? :)

    #1839
  2. Die Grünen und die GLP vertreten rein programmlich Richtungen, die bei Bündnis 90/Die Grünen integriert werden. Während die Grünen eine eher linke grüne Partei bilden, ist deren Abspaltung GLP eher politisch konservativ orientiert, also rechter angesiedelt. Die Grünen stehen für eine offensive Integrationspolitik, eine weltoffene Schweiz. Eine Erhöhung der Energiepreise soll den Sozialkassen zugute kommen, ähnlich der Ökosteuer in der BRD.

    2004 löste sich die GLP aus den Zürcher Grünen, Differenzen bestehen vor allem in finanz- und wirtschaftspolitischen Fragen. Schwerpunkte setzt die Partei aber auch beim Missbrauch des Asylrechts und der Entlastung der Krankenkassen von diversen Leistungen. Die GLP ist derzeit gegen einen EU-Beitritt. Das unterscheidet sie auch von ihrer älteren Schwester. Die Grüne Partei ist pro EU und will dort eine verantworlich mitentscheidende Schweiz, weil die politischen Leitentscheidungen für den Kontinent ohnehin in Brüssel ausgemacht werden.

    #1840
  3. O. J. Samson

    Genau, nur die Grünen sind die Grünen. Die ödp ist ja schließlich auch nicht die Grünen…

    #1922

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