Kein Geld - Deine Stimme

By André Stephan

Heiligendamm rückt näher. Schon zur Echo-Verleihung im vergangenen Monat riefen 21 deutsche und internationale Prominente mit der Aktion “Deine Stimme gegen Armut” dazu auf, Briefe, Mails und SMS an die G8-Präsidentschaft zu senden - also an die Deutsche Bundesregierung. Damit soll die Gemeinschaft der sieben Wirtschaftsriesen nebst Russlands eindrücklich an ihre Versprechen zur weltweiten Armutsbekämpfung erinnert werden.

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Aktion wollen Merkel & Co. dazu bringen, auf die Regierungen der anderen Industrieländer Einfluss zu nehmen, ihrer Verantwortung in der Armutsfrage gerecht zu werden. Pate dafür stehen die Milleniumsziele der UN. Mit ihnen forderte die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Jahrtausendwechsel mehr und bessere Entwicklungszusammenarbeit, einen gerechten Welthandel, umfassenden Schuldenerlass für die armen Länder und Unterstützung von Demokratisierungsprozessen in Entwicklungsländern ein.

Erste Schritte sind gemacht, aber insgesamt wurde viel zu wenig erreicht.

Zwar sollte 2007 Halbzeit bei der Verwirklichung dieser Ansprüche sein. Gemessen an den bisherigen Ergebnissen liegt aber noch deutlich mehr als die halbe Wegstrecke vor der Menschheit. Aber auch aufgrund der mangelnden Medienöffentlichkeit für diese Themen waren die führenden Wirtschaftsnationen noch nicht derart unter Druck, ihre Anstrengungen deutlich zu verstärken. Dieser Druck soll nun erzeugt werden.

Mehr Informationen gibt es auf der Kampagnenhomepage. Und natürlich auch bei der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen.

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