Die Suche nach dem Nichts
Die Wissenschaftswelt ist in Aufruhr: Eine rätselhafte Leere verwirrt die Gemüter. Eine Milliarde Lichtjahre groß ist das Riesenloch im Weltall. Keine Sterne, keine Planeten, keine dunkle Materie – nur Nichts. Tausend Mal größer als alle bisherigen Leeren (nein, die Uckermark ist hier nicht gemeint) ist dieses Loch. Und so ein Nichts ist kostbar, wie uns schon Dagobert Duck in den 90er Jahren lehrte: Der Milliardär brach auf ins All um ein Stück Nichts zur Erde zur holen. Denn da er dann nachweislich “nichts” besäße, müsste er logischer Weise auch keine Steuern zahlen.

Mit leeren Händen; Quelle: Photocase.com
Auch ein anderer Knauserich verweist gern auf eine große Leere: Per Steinbrück – unser Finanzminister – starrt auf 1,5 Billionen Euro Schulden. Dieses Finanzloch nimmt es in den Ausmaßen mit jeder kosmischen Leere locker auf. Und er nimmt weiter Schulden auf. Gestern verkündete er stolz, dass das gesamtstaatliche Etat in Deutschland im ersten Halbjahr 1,2 Milliarden Euro im Plus lag. Aber: der Bundeshaushalt hat dagegen im selben Zeitraum elf Milliarden Miese gemacht. Die Bundesländer, die Kommunen und die Sozialversicherungen haben viel gespart, der Bund dagegen – nichts.
Nicht nur im All, auch in der Politik lohnt sich also die Suche nach den Leerstellen: Die Dingem die nicht gesagt werden und die Dinge, die nicht angegangen werden. Beim Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ist es ähnlich: Spannend ist weniger, was drin steht, als vielmehr das, was nicht drinsteht. Nichts zum Tempolimit, nichts zur Kerosinsteuer im Flugverkehr, kein Kratzen an den Dienstauto-Steuerprivilegien. Alles, was weh tun könnte, wo Menschen tatsächlich Verhalten ändern müssten, scheut diese Regierung. Aber wenn wir alle uns nicht ändern, dann wird Nichts bleiben, wie es ist.
wieder so viel Schwarzmalerei?