Mehr Sauerstoff

By André Stephan

Was würde in Sachen Klima und Umwelt anders werden, säßen nicht “Linke” sondern Bündnisgrün mit am Senatstisch? Schließlich bekennen sich auch die Sozialistinnen und Sozialisten in ihrer Programmatik zu erneuerbaren Energien, Senkung des CO2-Ausstoßes, Fahrverboten und ÖPNV-Förderung.

Lebensräume schützen!; Foto: André Stephan
Lebensräume schützen! - Am Rande einer Klimaaktion im Abgeordnetenhaus-
Wahlkampf 2006 von Bündis 90/Die Grünen Lichtenberg; Foto: André Stephan

Einmal davon abgesehen, dass sich Konkretes in den PDS-Vorschläge in Grenzen hält: In den vergangenen sechs Regierungsjahren wurde nicht viel davon umgesetzt. Und nicht das fehlende Geld allein kann als Ursache für verpasste Chancen beim Klimaschutz in Berlin herhalten. Dass es oft einfach nur darum geht, Partnerinnen und Partner für sinnvolle Projekte zu gewinnen, hat die Regierung schließlich dem Grunde nach erkannt. - Aktionen wie das gestern vorgestellte Prost Klima! muten vielleicht etwas skurril an, erfüllen aber sicher ihren Zweck.

Was wirklich bewegt werden könnte, erklärte man den Klimaschutz in der Hauptstadt endlich zur Priorität, führt die Abgeordnetenhaus-Fraktionschefin der Bündnisgrünen, Franziska Eichstädt-Bohlig, heute im Tagespiegel den geneigten Leserinnen und Lesern vor Augen. Der Klima-Aktionsplan der Politikerin enthält viele Vorschläge, die Engagement und politische Steuerung aber nicht unbedingt Steuergelder erfordern. Dinge, die man von jeder demokratisch ins Amt gewählten Regierung erwarten darf.

: Klima-Aktionsplan für Berlin
: Tagesspiegel vom 24. April 2007

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